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3 erstaunlich einfache Lebensberatungs-Tipps, die dir niemand nach deinem Studienabschluss verrät

Updated: Sep 14, 2021

Du fragst dich, was du nach dem Studium machen kannst? Diese 3 Tipps aus dem Personal Coaching kennen nur wenige Absolvent:innen für ihr Leben und ihren Beruf

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Quelle: Pexels

Egal, ob du BWL, Psychologie oder Urbanes Pflanzen- und Freiraummanagement studiert hast, diese 3 einfachen Tipps verrät dir kaum eine klassische Berufsberatung.

Die 3 Tipps sind:

  1. Innere Klarheit: Werde dir deiner Kern-Interessen, Werte & Fähigkeiten WIRKLICH bewusst

  2. Power-Umgebung: Finde das Lebensumfeld, indem du stimmige Leistungen in allen Lebensbereichen konstant bringen kannst

  3. Zeit-Prioritäten: Verstehe, welche Lebensbereiche die meiste Zeit bekommen sollten, damit du gesund und glücklich bleibst

Lass uns genauer auf die drei Tipps eingehen.


1. Innere Klarheit oder erstmal finanzielle Absicherung? Was brauchst du für die richtige Jobauswahl?


„Innere Klarheit? Ich brauche erstmal einen Job - dafür habe ich ja studiert.“ Das stimmt - fast. Wir benötigen alle im Regelfall Geld. Mal mehr, mal weniger - je nachdem wie hoch unsere Ausgaben sind. Bei einer klassischen Berufsberatungsstelle bekommst du passende Jobs zu deiner Studiumsausrichtung vorgeschlagen. Du nimmst den Job an, weil er dir finanzielle Sicherheit gibt. Dieser Job passt aber vielleicht gar nicht richtig zu dir. Meine Erfahrung bei der Berufswahl: Stelle dir lieber einige Fragen vorab, die berücksichtigen, wer du als Mensch wirklich bist. Ziel ist deshalb, dass du dir KLAR wirst über deine eigenen Kern-Interessen, Werte und Fähigkeiten:


Wie finde ich den RICHTIGEN Job für mich? Welche Informationen über mich helfen mir in einer Berufsberatung wirklich weiter?


Diese Fragen können dir dabei helfen:

  • Was hat dich schon in deiner Studienzeit besonders interessiert? Welche Zeitschriften, Blogs etc. hast du in deiner Freizeit verschlungen? Worüber kannst du dich stundenlang mit Freunden unterhalten?

  • Wann hast du Stress empfunden, weil jemand nicht so gehandelt hat, wie du es für richtig empfindest? Das kann deine Werte deutlich machen, die verletzt wurden und dir besonders wichtig sind. (Beispiel: Jemand hat dir keine Uni-Unterlagen mitgebracht – Umsicht/Sorgfalt fehlte dir)

  • Mal angenommen du hättest ein unerschöpfliches Budget für Weiterbildung: was würdest du gerne als nächste Fähigkeiten lernen? Du konntest dir einige Fähigkeiten im Studium aneignen: bspw. recherchieren, präsentieren oder das Aufbauen von Bekanntschaften. Doch was sind Fähigkeiten, die du gerne in den nächsten 3-5 Jahren auf- oder ausbauen möchtest?

Deine Antworten zu diesen Fragen können dir in Gesprächen mit Recruitern oder Berufsberatungen sehr helfen, eine Arbeitsstelle zu wählen, die besser zu deinen Wünschen, Werten und Interessen passt.


2. Power-Umgebung: In welcher Umgebung soll ich leben und arbeiten?

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Es muss nicht für jeden der Strand sein. Doch dass der Ort, an dem du lebst, kritische Auswirkungen auf deine langfristige Jobzufriedenheit hat, erklärt dir kaum eine Berufsberatung. Die Verbreitung der von Remote-Work bringt mehr Möglichkeiten und Spielraum in die Jobwahl. Wenn du einen ortsunabhängigen Beruf anstrebst, solltest du dir die folgenden Fragen stellen:


Was macht eine Power-Umgebung aus? Was soll ich vermeiden in meinem Umfeld?

  • Kann ich mit diesem Job in einer Umgebung leben, die möglichst wenig Stress für mich erzeugt? Stress und Unwohlsein wird durch Lärm, schlechte Lichtverhältnisse und wenige Möglichkeiten für die eigenen Hobbies, fehlende Anreize für Bewegung und fehlende soziale Kontakte erzeugt.

  • Was brauche ich in meiner Umgebung, um mich bestmöglich konzentrieren und wohlfühlen zu können? Wie viel Bewegung, soziale Kontakte und Abwechslung benötige ich ganz speziell, um mich wohlzufühlen? Welche Umgebung kann mein Wohlgefühl bestmöglich unterstützen?

Was hilft mir bei der Umgebungssuche? Manchmal muss man die richtige Umgebung suchen. Ein

Praktikum (in anderen Städten, Ländern), Reisen (Work-and-Travel, Au-Pair, Gruppenreisen, Solo-Travel) und ehrenamtliche Tätigkeiten im In- und Umland können dir bei der Umgebungssuche neue Eindrücke liefern. Dabei gewinnst du gleichzeitig noch mehr Erfahrungen und neue Freundschaften.


3. Zeit-Prioritäten – Worein investiere ich meine Zeit im Leben?

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„Ich habe keine Zeit dafür!“ oder „Ich habe keine Priorität dafür?“. Vielleicht kennst du es. Du hast so lange keine Priorität auf der Hausarbeit, bis die Abgabe kurz vor der Tür steht. Häufig verhält es sich auch so mit deinen Lebensbereichen. Du priorisierst deine Gesundheit erst über dem Meeting, wenn du wirklich krank im Bett liegst oder der Arzt dich nicht mehr arbeiten lässt.


Welche Lebensbereiche gibt es?

Neben der Gesundheit und der Karriere gibt es auch noch andere Lebensbereiche:

  • Familie

  • Freunde

  • Liebesbeziehung

  • Wohnumgebung

  • Weiterbildung

Stelle dir also einmal die Fragen:

  • Welche Lebensbereiche kenne ich? Welche sind mir besonders wichtig? (Top 5 Lebensbereiche, die dir am meisten Lebensqualität schenken)

  • Wie viel meiner täglichen Wachzeit verbringe ich mit welchem Lebensbereich?

  • Was ist mein Ist- und was mein Wunschzeitaufwand pro Lebensbereich?

Wenn du die Übersicht hast, überlege dir gut wie viel Zeit dein Arbeitsleben langfristig in Anspruch nehmen soll, damit du gut & gesund lebst. Bei einer Berufsberatung kannst du dann nach Jobs mit passenden Arbeitszeitmodellen fragen.


Bonus Tipp:

Kopiere dir die Fragen in deine Notizen-App auf deinem Handy. Beantworte sie über mehrere Tage hinweg. Eine Frage nach der anderen, wenn möglich. Dein Kopf denkt auch nachts auf Fragen rum und liefert dir nochmal spannende Erkenntnisse über die Zeit hinweg!


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Autorin: Jessica vom Hagen (MSc.)